Wasser wird zu Energie
Die Verwandlung des Ultentals
Zwischen der Nachkriegszeit und den 1960er-Jahren befand sich Italien im wirtschaftlichen Aufschwung – und der Energiebedarf wuchs rasant. In dieser Zeit verwandelte sich das Ultental in ein echtes Energietal:
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Weißbrunnbecken
Es entstanden große Stauseen und Wasserkraftwerke, die Landschaft und Leben in der Region bis heute prägen. Der Grünsee-Staudamm ist der höchste der Talstufe: Mit 86,5 Metern Höhe staut er 7,2 Millionen Kubikmeter Wasser – das entspricht rund 3.000 Schwimmbecken. Weiter unten folgt das Weißbrunnbecken, das durch seine beiden Erddämme aus natürlichen Materialien wie Fels und Moränenschutt besonders auffällt.
Grünsee Staudamm
Von hier aus fließt das Wasser über die Falschauer talabwärts, treibt ein Kraftwerk nach dem anderen an und erreicht schließlich Lana. Zusammen erzeugen die Ultner Kraftwerke rund 390 Millionen kWh pro Jahr – das sind etwa 8 % der gesamten Südtiroler Wasserkraftproduktion und reicht für den Jahresbedarf von rund 85.000 Haushalten.
Heute sind die Stauseen weit mehr als nur Energiequellen. Sie sind strategische Speicher: Das Wasser kann flexibel zurückgehalten und bei Bedarf abgegeben werden, um Verbrauchsspitzen abzudecken oder das Stromnetz ohne zusätzliche Emissionen zu stabilisieren. Damit leisten sie einen entscheidenden Beitrag zur Energiewende und zur Verringerung der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen.
Bau des Grünsee Staudamms
Grünsee mit Eis
Zoggler Stausee
Topografische Überwachung der Staumauer am Grünsee