Landschaft im Wandel

 

Von den Gletschern zu den Blockgletschern

Die weiten Senken und glattgeschliffenen Felsen im Bereich des Langsees erzählen von der enormen Kraft der Gletscher, die während der letzten Eiszeit das gesamte Relief geformt haben. Typisch sind Drumlins – tropfenförmige Felsrücken, die genau in der Fließrichtung des Eises ausgerichtet sind.

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Nach dem Rückzug der Gletscher am Ende der letzten Eiszeit trat ein neuer Akteur in den Vordergrund: der Permafrost. Frost-Tau-Wechsel, Regen, Schnee und Temperaturunterschiede haben die obersten Gesteinsschichten abgetragen und zerkleinert. So entstanden die ersten Blockgletscher.

Am Hang oberhalb des Langsees erkennt man heute mehrere übereinanderliegende Generationen:
die älteren und inaktiven Blockgletscher haben den Talboden erreicht und wirken flacher und stabiler;
die jüngeren und aktiven liegen darüber, mit steilen, blockreichen Stirnfronten, die den andauernden Fließprozess dokumentieren.

Mithilfe von Radiokarbondatierungen (C14) der Böden unterhalb dieser Schuttströme konnte ihr Alter bestimmt werden: etwa 12.400 Jahre für die unteren, rund 5.000 Jahre für die oberen Blockgletscher. Sie sind eindrucksvolle Zeugen der alpinen Landschaftsentwicklung seit dem Ende der Eiszeiten.

Tillit1
1 Ein Moränenkonglomerat mit chaotischer Struktur aus einem fluvioglazialen Milieu. Es enthält facettierte und gekritzte Gerölle, die heterogen und von unterschiedlicher Größe in eine tonig-schluffige Matrix eingebettet sind.
Aus dem Egesen-Stadium 2
2 Letzter Kälteeinbruch am Ende der letzten Eiszeit, bekannt als Jüngere Dryaszeit oder – in Bezug auf den Gletschervorstoß – als Egesen-Stadium.
An den hervorgehobenen Punkten wurden Grabungen vorgenommen,
um den Aufbau der Gesteinsmassen zu bestimmen.
Stratigraphische Untersuchung der Blockgletscher