Hier! Auf dem Blockgletscher
der Rossbänke
Die Rossbänke
Der Rossbänke-Blockgletscher zählt zu den größten in Südtirol und bietet einzigartige Einblicke in Aufbau und Dynamik dieser Naturphänomene.
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Um herauszufinden, was sich unter den Schuttmassen an der Oberfläche verbirgt, nutzen Wissenschaftler Georadarmessungen und seismische Untersuchungen oder führen Bohrungen durch. Auf diese Weise konnte das vertikale Profil des Rossbänke-Blockgletschers rekonstruiert werden: In den ersten Metern finden sich große, kantige Blöcke mit großen Hohlräumen. Ab einer Tiefe von über 10 Metern wird das Material feiner und ist mit Eis vermischt. Unterhalb von 35-40 Metern liegt die Bodentemperatur aufgrund der Erdwärme teilweise über dem Gefrierpunkt, was zu Wasseraustritten führt und einige Quellen speist.
Blockgletscher reagieren bis in eine Tiefe von 5–8 Metern empfindlich auf Temperaturschwankungen. Dieser Bereich wird als „active layer“ bezeichnet: Hier kommt es durch Frost-Tau-Wechsel zu Felsstürzen, Rutschungen und plötzlichen Wasseraustritten. In größeren Tiefen liegt der stabile Permafrost, dessen Temperaturen konstant unter null bleiben.
Die Auswirkungen des Klimawandels sind unübersehbar: In den letzten zehn Jahren hat sich die Fließgeschwindigkeit des Rossbänke-Blockgletschers deutlich erhöht, während sich seine Oberfläche durch das Ausschmelzen des Eises um fast zwei Meter abgesenkt hat. Selbst der Wanderweg, der ihn quert, muss Jahr für Jahr ausgebessert werden.
Messungen der Bewegung des Rossbänke-Blockgletscher
Legende
Gelb v ≤ 20 cm/Jahr
Orange 20 cm/Jahr < v ≤ 30 cm/Jahr
Rot v > 30 cm/Jahr
Messungen mit Georadar